parodontalstatus.ch – Benutzerhandbuch
Version 1.0 · 23.03.2026 · Autor: Prof. Dr. Christoph A. Ramseier
Über diese Anleitung
parodontalstatus.ch ist der offizielle Parodontalstatus von perio-tools.com, kostenlos und in mehr als 30 Sprachen verfügbar; dieselbe Anwendung läuft englischsprachig unter periodontalchart-online.com. Sie erfasst den parodontalen und periimplantären Befund an sechs Stellen je Zahn oder Implantat, stellt ihn grafisch dar und wertet ihn aus – Klassifikation, Vergleich zweier Befunde, Recall-Intervall und Kalibrierungsübung. Die Daten bleiben dabei im Browser; sie werden nicht an einen Server übertragen.
Welche Messgrössen für die Überwachung nach der aktiven Therapie taugen und warum die Anwendung genau diese erhebt, ist in der folgenden Übersicht beschrieben. Sie ordnet Sondierung, Bluten auf Sondieren, Röntgenbild, Biomarker und mikrobiologische Tests ein und beschreibt die Anwendung periodontalchart-online.com als Werkzeug dieser Verlaufskontrolle.
Ramseier, C. A. (2024). Diagnostic measures for monitoring and follow-up in periodontology and implant dentistry. Periodontology 2000, 95(1), 129–155. doi:10.1111/prd.12588. PubMed
Die Anleitung folgt dem Aufbau der Anwendung: Teil A beschreibt, wo die Befunde liegen, Teil B das Erfassen, Teil C das Auswerten, Teil D die weiteren Befunde und Teil E die Beurteilung des Verlaufs. Alle Abbildungen sind aus dem Code der Anwendung selbst erzeugt, nicht abfotografiert; die gezeigten Personendaten sind erfunden.
2. Parodontalstatus-Tab
Der Tab Parodontalstatus dient zur Erfassung und Visualisierung der klinischen parodontalen Untersuchung. Er ermöglicht die Eingabe von Patienteninformationen, klinischen Messwerten und die Visualisierung der Befunde.
Drucken – Öffnet die Druckansicht des Befunds. Sie ist eigens dafür eingerichtet und gibt den Parodontalstatus seitengerecht aus.
Exportieren – Speichert den Befund als Datei auf Ihrem Gerät.
Laden – Liest einen zuvor gespeicherten Befund wieder ein.
Speichern – Schreibt den Befund in den Speicher des Browsers. Ohne diesen Schritt geht die Erfassung beim Schliessen verloren.
Löschen – Entfernt den geöffneten Befund. Die Person selbst bleibt bestehen.
Indizes – Wählt aus, welche klinischen Indizes in der Befundtabelle erscheinen, etwa Rezessionen, keratinisierte Gingiva oder Zahnbeweglichkeit.
Einstellungen – Öffnet das Fenster mit Vorzeichen des Margo Gingivae, Zahnnummerierung, Spiegelung und Sondierungsreihenfolge.
ST/BOP – Schaltet zwischen der vollständigen Befundtabelle und der verkürzten Ansicht mit Sondierungstiefe und Blutung um. Die blaue Hinterlegung zeigt, dass die verkürzte Ansicht gerade aktiv ist.
PDF Import – Liest Messwerte aus einem PDF ein, etwa aus einer Praxissoftware.
Kopieren – Überträgt Werte aus dem Vorbefund. Die Schaltfläche ist grau, solange keine frühere Untersuchung vorliegt oder das Zeitfenster von fünf Minuten abgelaufen ist.
Angaben zu PatientIn und Untersuchung
Oben stehen Eingabefelder für die Angaben zur PatientIn, den Namen der untersuchenden Person und den Untersuchungstyp (Erstuntersuchung oder Reevaluation) zur Verfügung.
Erfassung von Zähnen und Implantaten
- Fehlende Zähne: Klicken Sie auf die Zahnummer, um den Zahn als fehlend zu markieren (durchgestrichen).
- Implantatstatus: Verwenden Sie die Implantat-Schaltfläche, um durch die Zustände zu schalten:
- Erster Klick: Implantat vorhanden
- Zweiter Klick: Implantat rot markiert (z. B. Periimplantitis)
- Dritter Klick: Implantat grün markiert (z. B. erfolgreich behandelte Periimplantitis)
- Vierter Klick: Implantat wird entfernt und die Position kehrt zum natürlichen Zahn zurück
Je Zahn/Implantat
- Zahnnummer – ein Klick markiert den Zahn als fehlend, er wird dann grau dargestellt wie hier der Zahn 18. Ein weiterer Klick nimmt die Markierung zurück.
- Beweglichkeit – Lockerungsgrad nach Miller, 0 bis 3. Im Beispiel hat Zahn 17 Grad 2.
- Implantat – die Schaltfläche schaltet weiter: erst vorhanden, dann rot markiert bei Periimplantitis, dann grün nach erfolgreicher Behandlung, dann wieder natürlicher Zahn. Das Symbol in der Tabelle bleibt dabei immer schwarz; die Farbe erscheint auf dem Implantat. Im Beispiel tragen 15 (rot markiert) und 11 ein Implantat. Solange ein Implantat gesetzt ist, blendet die Anwendung die Beweglichkeit aus.
- Furkation Grad 1 – die Sonde tastet eine Einziehung, tritt aber nicht ein.
- Furkation Grad 2 – die Sonde tritt ein, geht aber nicht hindurch. Im Beispiel bukkal bei Zahn 16.
- Furkation Grad 3 – durchgängig. Im Beispiel palatinal bei Zahn 16.
Je Stelle
- Bluten auf Sondieren – sechs Stellen je Zahn/Implantat. Ein Klick auf die Beschriftung der Reihe füllt die ganze Zeile, Umschalt und Klick leert sie wieder.
- Plaque-Index – sechs Stellen je Zahn/Implantat. Ein Klick auf die Beschriftung der Reihe füllt die ganze Zeile, Umschalt und Klick leert sie wieder.
Messwerte (mm)
- Margo Gingivae – Lage des Gingivarands zur Schmelz-Zement-Grenze in Millimetern. Negative Werte bedeuten, dass der Rand darüber liegt.
- Sondierungstiefe – ab 4 mm rot, damit erhöhte Sondierungstiefen auffallen.
- Attachmentniveau – die Anwendung rechnet es als Summe aus Sondierungstiefe und Margo Gingivae und hinterlegt es deshalb grau: Es wird nicht eingegeben.
Für die unterstützende Parodontitistherapie lässt sich derselbe Befund in einer kompakten Fassung führen. Die Schaltfläche ST/BOP in der Steuerleiste (Abbildung 5) wechselt zwischen dem vollständigen Parodontalstatus und dieser verkürzten Ansicht; ihre Beschriftung nennt jeweils die Ansicht, in die der nächste Klick führt – im vollständigen Status steht dort ST/BOP, in der verkürzten Ansicht Status. Der Name des Reiters wechselt mit.
In der Ansicht ST/BOP entfallen Margo Gingivae und Attachmentniveau, und an die Stelle der beiden Zahnansichten mit den Kurven tritt eine einzelne Aufsicht auf die Zahnreihe, auf der jede Fläche für sich eingefärbt wird. Notiert werden nur Sondierungstiefen ab 4 mm; alle übrigen Stellen bleiben auf 0 stehen. Das hält die Erfassung im Recall kurz, ohne dass die auffälligen Stellen verloren gehen.
Klinische Parameter und Indizes
Messungen werden typischerweise an sechs Stellen pro Zahn erfasst. Die Anwendung unterstützt verschiedene klinische Indizes, die wie folgt kategorisiert sind:
Sondierungstiefe, Margo Gingivae und Attachment-Niveau
Sondierungstiefen in mm (gemessen)
Margo Gingivae in mm (gemessen)
Attachment-Niveau in mm (berechnet)
Mundhygiene
Plaque-Index nach O'Leary et al. (1972)
Plaque-Index nach Silness und Löe (1964)
Plaque-Index nach Mombelli et al. (1987)
Gingivitis und periimplantäre Mukositis
Bluten auf Sondieren nach Lang et al. (1986)
Gingivitis-Index nach Löe und Silness (1963)
Gingivitis-Index nach Mombelli at al. (1987)
Rezessionen
Rezessionswert nach Miller (1985)
Rezessionswert nach Cairo et al. (2011)
Eigener Rezessionswert (2 Werte pro Zahn)
Keratinisierte Gingiva (Mukogingivallinie) in mm (gemessen)
Gingivadicke (Phänotyp)
Breite in mm (gemessen) nach Pandey & Mehta (2013)
Sichtbarkeit der Schmelz-Zementgrenze
Konkavität der Wurzeloberfläche
Eigener Rezessionswert (6 Werte pro Zahn)
1. Sondierungstiefe, Gingivarand und Attachmentniveau
- ST (Sondierungstiefe): Gemessen in Millimetern an 6 Stellen pro Zahn.
- GR (Gingivarand): Gemessen in Millimetern relativ zur Schmelz-Zement-Grenze (CEJ).
- AL (Attachmentniveau): Wird automatisch als Summe von ST und GR berechnet (AL = ST + GR).
2. Mundhygiene-Indizes
- Plaque (O'Leary et al. 1972): Binäre Erfassung (0/1) zur Berechnung des Mundhygiene-Status (Plaque-Index). [Standard]
- PI (Silness und Löe 1964): Plaque-Index zur Beurteilung der Plaquedicke am Gingivarand.
- mPI (Mombelli et al. 1987): Modifizierter Plaque-Index, speziell für Dentalimplantate entwickelt.
3. Gingivitis und periimplantäre Mukositis
- BOP (Bleeding on Probing): Blutung auf Sondieren nach Lang et al. (1986), erfasst als 0 (keine Blutung) oder 1 (Blutung). [Standard]
- GI (Gingival-Index): Beurteilung der gingivalen Entzündung nach Löe und Silness (1963).
- mGI (Modifizierter Gingival-Index): Entzündungsbeurteilung für Implantate nach Mombelli et al. (1987).
4. Rezessionen und fortgeschrittene Parameter
Für die klinische Praxis und klinische Studien sind zusätzliche Indizes verfügbar, um Parameter an entweder 2 oder 6 Stellen pro Zahn zu erfassen:
- REC Mi: Rezessionsklassifikation nach Miller (1985).
- REC Ca: Rezessionsklassifikation nach Cairo et al. (2011).
- REC X / REC Y: Benutzerdefinierte Rezessionswerte (2 oder 6 Werte pro Zahn).
- KG (MGJ): Breite der keratinisierten Gingiva (mukogingivale Grenze) in mm.
- GT (Gingivadicke): Beurteilung des gingivalen Phänotyps (dünn/dick).
- W (Breite): Gemessene Breite in mm nach Pandey & Mehta (2013).
- CEJ: Dokumentation der Sichtbarkeit der Schmelz-Zement-Grenze.
- Stufe: Beurteilung von Konkavitäten der Wurzeloberfläche.
- Furkationsbefall: Horizontale Sondierung des Furkationseingangs mit der Furkationssonde, eingeteilt in die Grade 0 bis 3 nach Hamp et al. (1975). Grad 1 bis 3 mm, Grad 2 mehr als 3 mm, Grad 3 durchgängig.
- Zahnbeweglichkeit: Bidigital gemessen und in die Grade 0 bis 3 eingeteilt nach Miller (1950).
Hamp S. E., Nyman S., Lindhe J., Periodontal treatment of multirooted teeth. Results after 5 years. J. Clin. Periodontol. 1975;2:126–135. doi:10.1111/j.1600-051X.1975.tb01734.x. PubMed
Miller S. C., Textbook of Periodontia, 3rd edition, The Blakiston Co., Philadelphia and Toronto, 1950.
- Durch Klicken auf die Labels "Bluten auf Sondieren" oder "Plaque Index" wird die entsprechende Zeile vollständig mit positiven Werten (BOP+ bzw. PI+) gefüllt.
- Mit Shift-Klick auf diese Labels werden alle Einträge in der Zeile wieder gelöscht.
- Zusätzlich kann die Shift-Taste gedrückt gehalten werden, während man mit der Maus über die BOP- oder Plaque-Flächen fährt, um diese Stellen gezielt zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Werte vom Vorbefund kopieren
Beim Erstellen eines neuen Befunds für eine PatientIn, die bereits über bestehende Untersuchungen verfügt, bietet das System ein Dropdown-Menü "Werte kopieren" an. Diese Funktion ist besonders nützlich für die Übertragung von Basisdaten, die sich seit dem letzten Besuch möglicherweise nicht geändert haben:
- Parameter: Sie können selektiv den Zahnstatus (einschliesslich Implantate), Furkationsgrade, Sondierungstiefen (ST), Gingivarand (GR), Bluten auf Sondieren (BOP) und Plaque-Index (PI) kopieren.
- Verfügbarkeit: Diese Kopierfunktion steht für ein Zeitfenster von 5 Minuten nach Erstellung des neuen Befunds zur Verfügung.
- Reversibilität: Die Übertragung ist interaktiv: ein erneutes Klicken auf dasselbe Feld im Dropdown macht die Datenübertragung sofort rückgängig.
Werte aus dem letzten Befund übernehmen
Kopiert den Zahnstatus und die Implantat-Informationen.
Kopiert die Furkationsgrade.
Kopiert die Sondierungstiefenwerte.
Kopiert die Margo Gingivae Werte.
Kopiert die Bluten auf Sondieren Werte.
Kopiert die Plaque-Index-Werte.
Diktieren mit dem Audio-Widget
Der Parodontalstatus lässt sich vollständig diktieren. Das Audio-Widget steht in der Kopfzeile neben dem Logo. Ein Klick auf die Mikrofon-Schaltfläche startet die Aufnahme, ein weiterer beendet sie; das gesprochene Wort «Stop» tut dasselbe. Das ist besonders am Behandlungsstuhl nützlich, wo die Hände an der PatientIn sind und eine zweite Person sonst mitschreiben müsste.
Live-Modus und Batch-Modus
Die grüne Marke neben der Mikrofon-Schaltfläche nennt den aktuellen Modus und wechselt ihn per Klick; ebenso die gesprochenen Befehle «Live Modus» und «Batch Modus».
- Live: Jedes erkannte Wort wird sofort eingetragen. Sie sehen unmittelbar, ob richtig verstanden wurde.
- Batch: Die Wörter werden gesammelt und erst nach einer Sprechpause von rund anderthalb Sekunden gemeinsam eingetragen. Das ist ruhiger, wenn Sie eine ganze Zahnreihe am Stück ansagen.
Die Sprachbefehle
Der Pfeil rechts im Widget öffnet die vollständige Liste. Sie deckt den Zahnappell, Beweglichkeit, Implantate und Furkationen ab, die Werte für Blutung und Plaque sowie den gezielten Einstieg an einer bestimmten Stelle. Mit «Start 17 distobukkal» setzen Sie den Fokus genau dorthin, wo Sie zu sondieren beginnen; die Eingabe wandert danach der eingestellten Sondierungsreihenfolge entlang.
Personalisiertes Sprachtraining
Erkennt die Engine ein Wort hartnäckig falsch, tragen Sie das Paar aus erwartetem Befehl und falsch erkanntem Text im unteren Teil des Widgets ein. Das System ersetzt den falschen Text künftig automatisch, bevor es ihn auswertet. Die gelernten Begriffe bleiben im Browser gespeichert und lassen sich über Export und Import als Datei auf ein anderes Gerät übertragen.
Parodontale Klassifikation
Bietet einen automatischen Diagnosevorschlag (Stadium und Grad) gemäss Tonetti et al. (2018). Das System analysiert klinische Parameter wie Molar-Inzisor-Muster, die Verteilung der Sondierungstiefen, den Rauchstatus sowie die Stabilität des Diabetes.
Klassifikation der Parodontitis: Bbb Bbb, geb. 12.12.2000 (25 Jahre)
Diagnose: Fortgeschrittene Parodontitis, Stadium IV
Initiale Parodontitis
Moderate Parodontitis
Schwere Parodontitis mit Potenzial für weiteren Zahnverlust
Fortgeschrittene Parodontitis mit umfangreichem Zahnverlust und Potenzial für den Verlust der Dentition
(<15%)
(15–33%)
4–5 mm
Meist horizontaler Knochenabbau
4–5 mm
Meist horizontaler Knochenabbau
Sondierungstiefe ≥ 6 mm
Vertikaler Knochenabbau ≥ 3 mm
Furkationsbefall Grad II oder III
Moderater Kammdefekt
Notwendigkeit einer komplexen Rehabilitation aufgrund von:
Kaufunktionsstörung
Sekundäres okklusales Trauma (Zahnbeweglichkeit ≥ Grad 2)
Schwerer Kammdefekt
Bisskollaps, Driften, Auffächern
Weniger als 20 verbleibende Zähne (10 gegenüberliegende Paare)
(< 30% der Zähne)
(≥ 30% der Zähne)
Langsame Progressionsrate
Moderate Progressionsrate
Rasche Progressionsrate
(röntgenologischer Knochenabbau oder Attachmentverlust)
durch Alter
Klinisches Muster deutet auf Phasen rascher Progression und/oder früh einsetzende Erkrankung hin (z. B. Molaren/Inzisiven-Muster; Ausbleiben der erwarteten Reaktion auf Standard-Kontrolltherapien)
• Maximale Sondierungstiefe: 11 mm (36 dl) → Komplexität: Stadium 3
• Attachmentverlust approximal: 12 mm (36 dl) → Schweregrad: ≥ 5 mm
• Verteilung: 100.0 % der Zähne (27/27) betroffen → generalisiert
• Knochenverlust/Alter: 85.7 % / 25 = 3.43 → Grad C
Tonetti, M. S., Greenwell H., Kornman K. S. (2018). Staging and grading of periodontitis: Framework and proposal of a new classification and case definition. Journal of Periodontology. 89(1), 159-172. doi: 10.1002/JPER.18-0006.
Übersicht
Eine Visualisierung mit Fokus auf Plaque-Index (PI%) und Bluten auf Sondieren (BOP%) für den aktuellen Datensatz. Die Übersicht kann als Bild heruntergeladen werden.
3. Auswertung
Automatische Berechnungen
In der Mitte des Parodontalstatus werden Zusammenfassungen automatisch berechnet:
- Mittlere Sondierungstiefe (eine Dezimalstelle)
- Mittleres Attachmentniveau (eine Dezimalstelle)
- BOP-Prozentwert (BOP%)
- Plaque-Index-Prozentwert (PI%)
Vergleichende Überlagerung
Steuerelemente
Verschiedene Steuerelemente markieren spezifische klinische Parameter oder steuern den Bildexport:
Bildexport
- Gesamtstatus – lädt Ober- und Unterkiefer zusammen als Bild herunter.
- Oberkiefer – lädt nur den oberen Bogen herunter.
- Unterkiefer – lädt nur den unteren Bogen herunter.
Markierungen im Status
- Plaque – hebt alle Stellen mit positivem Plaque-Index hervor.
- BOP – hebt alle blutenden Stellen hervor. Im Bild ist diese Schaltfläche eingeschaltet; die aktive ist blau hinterlegt. Es lässt sich immer nur eine Markierung anzeigen.
- 5mm – markiert Sondierungstiefen ab 5 mm.
- ≥6mm – markiert Sondierungstiefen ab 6 mm. Zusammen zeigen die beiden auf einen Blick, wo Resttaschen liegen.
Weiterrechnen
- PRA – übergibt die Werte der aktuellen Untersuchung an das Risikodiagramm auf perio-tools.com. Wie das funktioniert, steht im nächsten Abschnitt.
Periodontal Risk Assessment (PRA)
Diese Schaltfläche öffnet www.perio-tools.com mit dem Parameter i und den Werten aus der aktuellen Untersuchung.
https://www.perio-tools.com/pra/?lang=de&i=0000000032000
Analyse
Analyse der Daten aus dem Parodontalstatus
Anzahl Zähne:
Plaque-Index (%):
Sondierungstiefen 4mm (%):
Sondierungstiefen 5mm (%):
Sondierungstiefen ≥6mm (%):
Sondierungstiefen (Mittelwert):
Rezessionen (Mittelwert):
Attachmentniveau (Mittelwert):
Bleeding on Probing (%):
09.08.2026
27
85 %
18.5 %
17.3 %
25.9 %
4.6 mm
-0.5 mm
-5.0 mm
96 %
16.08.2026
24
26 %
12.5 %
3.5 %
4.2 %
2.9 mm
-1.2 mm
-4.2 mm
40 %
Veränderung von Sondierungstiefen (ST) und BOP
| Anfangsbefund (mm) | Reevaluation (mm) | Veränderung (mm) | Taschen (Anzahl) |
|---|---|---|---|
| ≤2 | 2.00 | 0.00 | 6 |
| 3 | 2.45 | -0.55 | 53 |
| 4 | 2.54 | -1.46 | 26 |
| 5 | 3.32 | -1.68 | 25 |
| 6 | 3.33 | -2.67 | 15 |
| 7 | 4.20 | -2.80 | 10 |
| 8 | 3.50 | -4.50 | 4 |
| 9 | 4.67 | -4.33 | 3 |
| ≥10 | 5.00 | -5.00 | 2 |
Korrelation und Verteilung
Pearson r = 0.94, df = 4, p = 0.9975, 95% CI: [0.5502, 2.8818]
| ST / bop | bop reduz. | bop unver. | bop zugen. |
|---|---|---|---|
| ST reduz. | 67 | 41 | 0 |
| ST unver. | 13 | 17 | 1 |
| ST zugen. | 2 | 3 | 0 |
χ2 = 7.6152, df = 4, p = 0.1067
Das System bietet einen umfassenden Vergleich zwischen beiden Untersuchungen:
- Farbcodierung: Grün deutet auf eine klinische Verbesserung hin, Blau repräsentiert Residualtaschen und Rot markiert eine klinische Verschlechterung.
- Blutungsveränderung: Eine gestrichelte Diagonale stellt die erwartete Korrelation zwischen Sondierungstiefe und Blutung dar. Die Analyse verfolgt den Shift der Blutungsintensität, statistisch bestätigt durch einen Chi-Quadrat-Test.
Recall-Intervall
Ermittelt den empfohlenen Recall-Plan basierend auf Ramseier et al. (2019). Die Risikoberechnung berücksichtigt das Sondierungsprofil, systemische Faktoren (Rauchen, Diabetes) und Furkationsbefall (Grad ≥2). Ergebnisse sind als Bild herunterladbar.
Drei Arbeiten stehen hinter dieser Berechnung. Die Länge des Intervalls leitet sich aus den Resttaschen und dem Abstand zwischen den Sitzungen ab (Ramseier et al. 2019). Das Bluten auf Sondieren geht als Mass für die Entzündung ein – wobei zu beachten ist, dass RaucherInnen bei gleicher Krankheitsschwere weniger bluten und der Wert dort niedriger ausfällt, als es dem Befund entspricht (Ramseier et al. 2015). Der Furkationsbefall zählt ab Grad 2, weil mehrwurzlige Zähne erst ab diesem Grad ein deutlich erhöhtes Verlustrisiko tragen – Grad 1 unterscheidet sich darin nicht von Grad 0 (Salvi et al. 2014).
Ramseier, C. A., Nydegger, M., Walter, C., Fischer, G., Sculean, A., Lang, N. P., Salvi, G. E. (2019). Time between recall visits and residual probing depths predict long-term stability in patients enrolled in supportive periodontal therapy. Journal of Clinical Periodontology, 46(2), 218–230. doi:10.1111/jcpe.13041. PubMed
Ramseier, C. A., Mirra, D., Schütz, C., Sculean, A., Lang, N. P., Walter, C., Salvi, G. E. (2015). Bleeding on probing as it relates to smoking status in patients enrolled in supportive periodontal therapy for at least 5 years. Journal of Clinical Periodontology, 42(2), 150–159. doi:10.1111/jcpe.12344. PubMed
Salvi, G. E., Mischler, D. C., Schmidlin, K., Matuliene, G., Pjetursson, B. E., Brägger, U., & Lang, N. P. (2014). Risk factors associated with the longevity of multi-rooted teeth. Long-term outcomes after active and supportive periodontal therapy. Journal of Clinical Periodontology, 41(7), 701–707. doi:10.1111/jcpe.12266. PubMed
Auswertung
| 4mm | 5mm | ≥6mm | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Taschen | 18 | 5 | 6 |
| Taschen (%) | 12.5 | 3.5 | 4.2 |
| Kumulativ (%) | 20.2 | 7.7 | 4.2 |
| ≥4mm | ≥5mm | ≥6mm | |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | ≤ 30% | ≤ 20% | ≤ 4% |
| 4 Monate | ≤ 20% | ≤ 10% | ≤ 3% |
| 6 Monate | ≤ 20% | ≤ 6% | ≤ 2% |
| 9 Monate | ≤ 10% | ≤ 4% | ≤ 1% |
| 12 Monate | ≤ 10% | ≤ 2% | ≤ 1% |
Personalisiertes Recall-Intervall
3D-Visualisierung
Rendert ein 3D-Modell der parodontalen Oberfläche, dokumentiert die gesamte parodontale Oberfläche (TPSA) in cm² und analysiert BOP-positive vs. BOP-negative Flächen. Das Modell kann gezoomt, rotiert und als GLTF-Datei für Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) Anwendungen exportiert werden.
Analyse der Flächen
Entzündet: 8.1 cm2 (61.1%)
Aussen- und Innen: 5.9 cm2 (100%)
Entzündet: 4.6 cm2 (77.2%)
Zahnzwischenräume: 7.3 cm2 (100%)
Entzündet: 3.5 cm2 (48.0%)
Darunter summiert die Anwendung dieselben Flächen. Das grosse Quadrat ist die gesamte parodontale Oberfläche, hier 13.2 cm²; der rote Anteil von unten sind die 8.1 cm², an denen es blutet, also 61 Prozent. Die beiden kleinen Quadrate teilen dieselbe Fläche auf: oben die Aussen- und Innenflächen, unten die Zahnzwischenräume, in den helleren Tönen. Der Vergleich lohnt sich, weil die reine BOP-Prozentzahl ihn verdeckt: Aussen und innen bluten 77 Prozent der Fläche, in den Zwischenräumen 48 Prozent – aber die Zwischenräume sind mit 7.3 cm² die grössere Fläche.
Analyse der Flächen
Follow-up: 13.2 cm2 (56.0%)
Aussen- und Innen: 11.0 cm2 (100%)
Follow-up: 5.9 cm2 (53.8%)
Zahnzwischenräume: 12.6 cm2 (100%)
Follow-up: 7.3 cm2 (57.9%)
Die drei Quadrate lesen sich in diesem Modus anders als in Abbildung 19: Grün ist jetzt der Erstbefund als Ganzes, blau der Anteil, der davon beim Zweitbefund noch übrig ist. Von 23.6 cm² sind 13.2 cm² geblieben, also 56 Prozent; die parodontale Oberfläche hat sich fast halbiert. Aussen und innen sind es 54 Prozent, in den Zahnzwischenräumen 58 Prozent – die Zwischenräume haben also etwas weniger gewonnen, obwohl sie mit 12.6 cm² die grössere Ausgangsfläche waren.
QR-Code-Freigabe
Generiert einen QR-Code für den aktuellen Befund, der auf mobilen Geräten über einen responsiven Web-Viewer angezeigt werden kann.
API-Zugriff
Das Ziel dieser API ist es, den online Parodontalstatus für externe Anwendungen (z. B. Praxissoftware) zugänglich zu machen. Über einen generierten Link werden anonymisierte Befunddaten übertragen und direkt im Viewer visualisiert.
Basis-URL
https://www.parodontalstatus.ch/api/
Query-String-Parameter
Der Query-String wird über den Parameter i übermittelt. Dieser enthält die anonymisierten und komprimierten Daten des Parodontalstatus.
Beispiel-URL
https://www.parodontalstatus.ch/api/?i=5051505050...
Eine detaillierte technische Dokumentation der API finden Sie hier: API-Dokumentation.
Examiner-Kalibrierung
Zwei Befunde derselben Person, kurz nacheinander erhoben, lassen sich gegeneinander halten: Was sich unterscheidet, geht nicht auf die PatientIn zurück, sondern auf das Messen. Genau das prüft die Kalibrierung. Sie eignet sich für zwei Untersuchende (Inter-Examiner) ebenso wie für zwei Durchgänge derselben Person (Intra-Examiner) und wird in der Ausbildung von ZahnärztInnen wie DentalhygienikerInnen eingesetzt.
Die Anwendung stellt jede Stelle beider Befunde einander gegenüber und berechnet daraus den Intraklassen-Korrelationskoeffizienten (ICC) je Messgrösse sowie einen Bland-Altman-Plot für die Sondierungstiefen. Beides beantwortet unterschiedliche Fragen: Der ICC sagt, wie einig sich die beiden Messungen insgesamt sind; der Plot zeigt, wo sie auseinandergehen – ob gleichmässig über alle Tiefen oder erst bei den tiefen Taschen.
So lesen Sie den Plot: Jede Blase steht für eine oder mehrere Stellen. Waagrecht liegt der Mittelwert beider Messungen, also wie tief die Tasche etwa ist; senkrecht die Differenz, also wie weit die beiden auseinanderliegen. Eine Blase auf der Nulllinie bedeutet Einigkeit. Die türkise Linie ist der mittlere Unterschied – liegt sie deutlich neben null, misst eine Person durchgehend tiefer als die andere. Die beiden roten Linien sind die Übereinstimmungsgrenzen (Mittelwert ± 1.96 Standardabweichungen); rund 95 % der Stellen sollten dazwischen liegen, die übrigen erscheinen rot.
Zwei Befunde müssen dafür im Navigationspanel ausgewählt sein – der zweite mit gedrückter Umschalttaste. Das Ergebnis lässt sich als Bild herunterladen und eignet sich so als Beleg für eine Kalibrierungsübung oder für den Methodenteil einer Studie.
Vergleich der parodontalen Messungen
Die 10 grössten Abweichungen
Die folgenden Stellen weisen die grössten Abweichungen auf:
| Margo Gingivae | Δmm | Sondierungstiefen | Δmm | Furkationen | ΔGrad |
|---|---|---|---|---|---|
| 33 db | 4 | 23 mp | 5 | 16 dp | 2 |
| 33 b | 3 | 24 mp | 5 | 14 mp | 1 |
| 21 mb | 2 | 36 mb | 5 | 24 dp | 1 |
| 27 db | 2 | 25 mp | 4 | 27 b | 1 |
| 34 db | 2 | 45 ml | 4 | 36 b | 1 |
| 36 ml | 2 | 47 ml | 4 | 36 l | 1 |
| 11 mb | 1 | 12 mp | 3 | 37 l | 1 |
| 11 dp | 1 | 15 dp | 3 | 47 b | 1 |
| 12 db | 1 | 22 mb | 3 | 47 l | 1 |
| 12 mb | 1 | 24 dp | 3 | ||
Bland-Altman-Plot (Sondierungstiefen)
Der Plot stellt die Differenz zwischen zwei Messungen der Sondierungstiefe ihrem Mittelwert gegenüber. Blaue Kreise liegen innerhalb der Schwellenwerte, rote ausserhalb; die Kreisgrösse steht für die Zahl der Stellen.
Analyse der Übereinstimmung
Der Intraklassen-Korrelationskoeffizient (ICC) bewertet den Grad der Übereinstimmung. Ein Wert nahe 1 zeigt eine hohe, ein Wert nahe 0 eine geringe Übereinstimmung.
| Margo Gingivae | Sondierungstiefen | Furkationen |
|---|---|---|
|
|
|
Übereinstimmung: ICC ≥0.90 ausgezeichnet, ≥0.75 gut, ≥0.50 moderat, <0.50 gering.
Durchschnittliche Abweichungen
Gesamte Dentition
| Margo Gingivae Δmm | Sondierungstiefe Δmm | Furkation ΔGrad |
|---|---|---|
|
|
|
Dieselbe Aufstellung folgt im Fenster noch einmal für Frontzähne, Prämolaren und Molaren.
Zusammenfassung
- Margo Gingivae: Die Übereinstimmung zwischen den Messungen ist gut.
- Sondierungstiefen: Die Übereinstimmung zwischen den Messungen ist moderat.
- Furkationen: Die Übereinstimmung zwischen den Messungen ist gut.
4. Allgemeingesundheit-Tab
Struktur des Fragebogens
Die Liste umfasst eine breite Palette medizinischer Fragen, die bei Bedarf ein- oder ausgeklappt werden können. Einzelne Gesundheitsbereiche sind in Abschnitte gegliedert, die zur besseren Übersicht unabhängig verwaltet werden können.
Datenspeicherung und Export
Für jeden Befund werden alle Auswahlen im Gesundheitsfragebogen individuell gespeichert und zeitgestempelt. Diese Daten sind vollständig in die Datenexport-Funktion integriert, sodass medizinische Informationen statistisch zusammen mit klinischen parodontalen Parametern analysiert werden können.
Anpassung (Fragebogen-Editor)
Der gesamte Fragebogen kann über die Editor-Schaltfläche vollständig angepasst werden:
- Bearbeitung: Neue Fragen hinzufügen, benutzerdefinierte Dropdown-Menüs erstellen oder neue Kategorien definieren.
- Flexibilität: Es können völlig neue Gesundheitsformulare erstellt werden, was die Anwendung ideal für die Datenerhebung in klinischen Studien macht.
- Zurücksetzen: Bei Bedarf kann der Fragebogen jederzeit in seinen Standardzustand zurückversetzt werden.
Passen Sie hier die Struktur des Gesundheitsfragebogens an. Änderungen werden lokal gespeichert.
5. Mikrobiologie-Tab
Potenziell parodontopathogene Bakterien: P.m., F.n., C.r., E.n., E.c., C.sp.
Erfassung der Erreger
Das System ermöglicht die Erfassung der Last für 12 verschiedene Erreger. Die Dateneingabe basiert auf Exponenten (z. B. Eingabe von 4, 5 oder 6 für 104, 105 oder 106). Ein Wert von 0 bedeutet, dass der Erreger nicht nachgewiesen wurde.
Visualisierung (Polygondiagramm)
Die Befunde werden in einem 12-seitigen Polygondiagramm (Spider-Chart) visualisiert, was einen sofortigen Überblick über das mikrobiologische Profil der PatientIn ermöglicht.
Mikrobiologischer Shift (Vergleichsansicht)
Wenn zwei Befunde zum Vergleich ausgewählt werden (SHIFT+Klick im Navigationspanel), visualisiert der Mikrobiologie-Tab den Shift zwischen den beiden Zeitpunkten:
- Grüne Schattierung: Repräsentiert das mikrobiologische Profil der ersten Untersuchung.
- Blaue Schattierung: Repräsentiert das Profil der zweiten Untersuchung (Folgebefund).
Diese Überlagerung macht es einfach, die Reduktion oder den klinischen Shift von Erregern nach der Behandlung zu visualisieren.
6. Verlauf-Tab
Der Tab Verlauf bietet eine umfassende longitudinale Ansicht aller parodontalen Befunde einer PatientIn, in umgekehrt chronologischer Reihenfolge (neuester Befund zuerst).
Vergleichende Visualisierung
Jeder Datensatz zeigt links die Sondierungs- und Blutungsbefunde und rechts die Mundhygiene-Befunde (Plaque) nebeneinander an, um einen einfachen Vergleich zu ermöglichen.
Zwischen zwei Befunden bewertet die Anwendung ausserdem den Abstand: Sie vergleicht das aus den Resttaschen abgeleitete Intervall mit dem tatsächlichen und meldet gemäss Ramseier et al. (2019), ob der Folgetermin frühzeitig, rechtzeitig oder verspätet stattgefunden hat.
Veränderungsanalyse (Pfeil-Schaltflächen)
Durch Klicken auf die Pfeil-Schaltflächen zwischen zwei Befunden wird eine visuelle Analyse der klinischen Veränderungen eingefügt:
- Farbcodierung:
- Grün/Hellgrün: Signifikante klinische Verbesserung.
- Gelb: Stabil (keine Veränderung).
- Rosa/Dunkelrosa: Klinische Verschlechterung der Sondierungstiefen.
- Geschlossene Taschen: Die Analyse identifiziert "geschlossene Taschen", definiert als Stellen mit einer Sondierungstiefe von ≤4 mm und ohne Bluten auf Sondieren (BOP).
- Ranking-Tabellen: Über den Umschalter kann zwischen Verteilungsdaten (Tabelle 1) und einem Ranking der Stellen mit dem grössten Behandlungsbedarf (Tabelle 2) gewechselt werden.
| Tabelle 1/2 | Vorher | Nachher | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Datum | Mär 2025 | Okt 2025 | 7 Monat(e) (213 Tage) |
| Zähne | 24 | 24 | 0 |
| 4 mm | 9 | 16 | +7 |
| geschlossen | 9 | 10 | +1 |
| 5 mm | 0 | 1 | +1 |
| ab 6 mm | 1 | 1 | 0 |
| Furkation Grad 1 | 4 | 2 | -2 |
| Furkation Grad 2 | 0 | 1 | +1 |
| Furkation Grad 3 | 2 | 2 | 0 |
| Implantate | 1 | 2 | +1 |
Interaktive Tools
- Animationsschleife: Verwenden Sie die Tasten Play/Pause/Loop, um den Verlauf von Erkrankung und Heilung in einem Zeitraffer-Overlay zu visualisieren.
- Heatmap: Hebt Stellen mit häufigen Blutungen oder Plaque über mehrere Untersuchungen hinweg hervor.
- Risikoindikatoren: Die Ausrufezeichen-Schaltfläche markiert Stellen mit wiederholten Blutungen (BOP), was auf ein erhöhtes Risiko für weiteren Attachmentverlust hindeutet (Lang 1986).
Berichte und KI-Integration
- Stabilitätsbewertung: Generiert einen patientenfreundlichen Bericht in verständlicher Sprache über die aktuelle parodontale Stabilität und das empfohlene Recall-Profil.
- KI-Befundbericht: Die KI-Schaltfläche generiert einen anonymisierten klinischen Prompt basierend auf den Befunden der PatientIn. BenutzerInnen können diesen Prompt kopieren oder direkt Google Gemini öffnen, um per Copy-Paste einen klinischen Bericht in natürlicher Sprache zu erstellen.
Wie stabil ist Ihr Zahnfleisch?
Beurteilung Ihrer parodontalen Stabilität
Die parodontale Stabilität ist möglicherweise nicht vollständig gegeben. Folgende Punkte weichen vom Stabilitätsziel ab:
- Die Mundhygiene ist mit 25.7% über dem Zielwert von 20%.
- Es bestehen noch 4.2% Resttaschen ab 6mm.
- Furkationen Grad 2 oder mehr sind vorhanden.
- Die Entzündung (BOP: 41%) liegt über dem Zielwert (20%).
Mundhygiene (%)
Die Mundhygiene ist mit einem Plaque-Index von 25.7% noch verbesserungsfähig (Ziel: unter 20%). Achten Sie verstärkt auf Ihre tägliche Zahnpflege und folgen Sie den erhaltenen Instruktionen.
Sondierungstiefen (%)
Es bestehen noch 4.2% Resttaschen ab 6mm, was eine Weiterbehandlung nötig machen könnte. Besprechen Sie mit Ihrer Fachperson mögliche Optionen zur Stabilisierung.
Furkationen (Anzahl)
Es wurden Furkationen Grad 2 oder 3 festgestellt, die ein erhöhtes Risiko für Zahnverlust darstellen. Besprechen Sie geeignete Massnahmen mit Ihrer Fachperson.
Entzündung (%)
Die Entzündung ist mit einem BOP-Wert von 41% erhöht (Ziel: unter 20%). Besprechen Sie mit Ihrer Fachperson, wie sich die Entzündung gezielt verringern lässt.
Zusammenfassende Hinweise
Folgende Schritte könnten für eine parodontale Stabilisierung erforderlich sein:
- eine Verbesserung der Mundhygiene (unter 20%)
- eine Reduktion der Resttaschen ab 6mm durch Weiterbehandlung (vorausgesetzt, die Mundhygiene wird verbessert)
- eine Einschätzung der Furkationen Grad 2 oder 3 hinsichtlich chirurgischer Korrekturmöglichkeiten (bei verbesserter Mundhygiene)
- eine Reduktion der Entzündung unter 20% (nach vorheriger Reduktion der Resttaschen)
Prompt für Gemini (Google), ChatGPT (OpenAI), etc.:
Sprache: Deutsch ▾
Erstelle eine verständliche und respektvolle Zusammenfassung des parodontalen Zustands einer Patientin oder eines Patienten mit folgenden Daten: Plaque-Index: 25.7% (Zielwert: <20%) Sondierungstiefen ab 6mm: 4.2% Blutung (BOP): 41% (Zielwert: <20%) Anzahl befallene Furkationen Grad 2 oder 3: 3 Bitte:\n- erkläre dem Patienten / der Patientin verständlich, was diese Werte bedeuten\n- weise auf Zusammenhänge zwischen Mundhygiene, Resttaschen und Entzündung hin\n- weise auf die Notwendigkeit zur Reduktion allenfalls vorhandener Resikofaktoren hin, wie Rauchen von Tabakwaren, Snus oder einem nicht- eingestellten Diabetes hin\n- verzichte auf medizinische Empfehlungen oder Diagnosen\n- verwende eine neutrale, sachliche, motivierende Sprache Erstelle die Zusammenfassung in dieser Sprache: Deutsch
7. Literatur
Die folgenden wissenschaftlichen Referenzen wurden zur Etablierung der klinischen Indizes und Algorithmen im online Parodontalstatus verwendet. Die Verweise PubMed öffnen den Eintrag in der Datenbank der U.S. National Library of Medicine in einem neuen Reiter. Die beiden Lehrbücher sind dort nicht verzeichnet.
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- Mombelli A, van Oosten MA, Schurch E, Jr., Lang NP. The microbiota associated with successful or failing osseointegrated titanium implants. Oral Microbiol Immunol. 1987;2:145-151 PubMed
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- Salvi GE, Mischler DC, Schmidlin K, Matuliene G, Pjetursson BE, Brägger U, Lang NP. Risk factors associated with the longevity of multi-rooted teeth. Long-term outcomes after active and supportive periodontal therapy. J Clin Periodontol. 2014;41:701-707 PubMed
- Ramseier CA, Mirra D, Schütz C, Sculean A, Lang NP, Walter C, Salvi GE. Bleeding on probing as it relates to smoking status in patients enrolled in supportive periodontal therapy for at least 5 years. J Clin Periodontol. 2015;42:150-159 PubMed
- Woelfel's Dental Anatomy. Schneid RC, Weiss G (2017). Philadelphia: Wolters Kluwer.
- Tonetti MS, Greenwell H, Kornman KS. Staging and grading of periodontitis: Framework and proposal of a new classification and case definition. J Periodontol. 2018;89 Suppl 1:S159-S172 PubMed
- Ramseier CA, Nydegger M, Walter C, Fischer G, Sculean A, Lang NP, Salvi GE. Time between recall visits and residual probing depths predict long-term stability in patients enrolled in supportive periodontal therapy. J Clin Periodontol. 2019;46:218-230 PubMed
- Ramseier CA. Diagnostic measures for monitoring and follow-up in periodontology and implant dentistry. Periodontol 2000. 2024;95:129-155 PubMed